Der große Manitu
Die Evolution ist ein gigantischer Prozess, es ist das ursprünglichste Denken das sich direkt in den Wind stellt und hopp oder top, wird ausselektiert was dem Druck der Wirklichkeit in der unmittelbaren Umgebung nicht stand hält.
Die Leistungen dieses "nachdenkens" sind gigantisch, man sollte durchaus mit Erfurcht die Natur betrachten - und dennoch bleibt ein Unbehagen - wozu ? Wozu über Jahrtausende dies grausame Spiel, wozu wenn nicht das ganze
in etwas Gipfeln kann, das "Ihm" einen Sinn gibt. Deshalb ist die neue Ebene die die Evolution erreicht hat so bemerkenswert, deshalb ist dieses zum Bewußtsein kommen dieses Prozesses in uns etwas entscheidend anderes und
die Herausforderung schlechthin. Denn es ist letztlich den Jüngern dieses Glaubens in die Hand gelegt den Weg zu suchen um eine Antwort auf dieses "Warum" geben zu können. Ob die Erkenntnis ins Eins-sein mit diesem Prozess schon
ausreicht ? Zumindest eine bestimmte Art von Unsterblichkeit eröffnet er uns, aber reicht das schon ? Bedarf es nicht tatsächlich einer Neu Schöpfung mit der dieses natürliche Jammertal überwunden wird. Ein neuer Himmel und eine
neue Erde wurde verheißen.Der große Manitu hat die Lehre zum Baumeister durchlaufen, jetzt braucht er nur noch einen Plan - Ihr seid das Licht der Welt, meint es nicht genau dies, das wir des Rätsels Lösung sind !?
Vielleicht dort wo der Geist sich begeistert an seinen Möglichkeiten die Ihm in der Selbsterkenntnis begegnen und aus denen er schöpfen kann, was er braucht.
Lichtblicke
Was mag es für ein Gefühl sein unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes tagelang auszuharren, in völliger Dunkelheit, allein mit der Angst und dem Warten. Was wenn
nach Tagen sich Geräusche vernehmen lassen und nach weiteren Stunden des Bangens dringt endlich ein Lichtstrahl zu einem durch, die Hilfe ist nah.
Eine Naturkatastrophe ist immer auch irgendwie ein Abgesang auf überkommene religöse Vorstellungen, Gott hat hier das einzige was ihn rehabilitiert, das Alibi das wirklich sticht,
indem er so wie diese religiösen Vorstellungen geartet sind - schlicht nicht existiert. Es gibt diesen behütenden persönlichen Schutzgott nicht, sonst wäre die alte Frage wirklich berechtigt,
wie kann Gott das zulassen !?
Wenn wir also erst garnicht von einem Gott der eingreifen könnte ausgehen, haben wir schonmal ein Problem weniger, die Weltsicht wird stimmiger.
Im Grunde war Nietzsche Augenzeuge eines großen Bebens - Gott ist tot - Punkt.
Das metaphysische Gebäude war nicht erdbebensicher genug für die Erschütterungen der neuen Zeit. Die Zeit des grausamsten Gastes war gekommen. Die Zeit der beklemmenden Dunkelheit.
Können wir uns selbst ausgraben oder sind wir auf Hilfe von "außen" angewiesen, "nur ein Gott kann uns noch retten" läßt uns Heidegger wissen -stimmt denn das ?
Die Idee "Gott" hatte großen Einfluss auf die Menschheit, Gott als Placebo, es reicht wenn man an Ihn glaubt, er muss dazu nicht wirklich existieren oder er existiert dadurch dass man an ihn glaubt.
Denn wenn eine solche Idee auf die Welt gebracht wird, dann geht etwas von Ihr aus und dadurch kann man sie auch als real bezeichnen.
Der Lichtblick jenseits eines lieben Gottes, ist dass die Welt ein Ideenproduzent und mit den Menschen eine Produzent potentiel bewußt produzierter Ideen, ist.
Der Geist muss sich selbst als die Quelle des Lichts deuten und zutrauen zu sich gewinnen, dann kann er sich auch aus den Trümmern herausarbeiten.
Und weil damit die Realität sich selbst bestimmt, kehrt auch soetwas wie ein Gott zurück. Die Wirksubstanz bei einem Placebo ist ja das es einem Glauben einen Halt gibt.
Irgendwann ist es Zeit die Stützräder und Schwimmflügel hinter sich zu lassen, man darf nicht bei diesen "falschen Göttern" hängen bleiben, das wahre Licht
ist Ausdruck der tiefen Einsicht des Geistes in sich nur hier ist der feste Grund auf dem ein neues Gebäude zu errichten wäre - von Hegel wurde es offenbare Religion genannt.
Die Idee ist nicht schlecht und wir wissen ja was den schlechtesten Baumeister von der besten Biene unterscheidet.....