Du Tarzan?
Auf der indonesischen Insel Flores finden Wissenschaftler die Reste von Zwergenmenschen, die gerade mal 1 Meter groß waren, und deren Köpfe nicht größer als Grapefruits waren. Vermutlich handelt es sich um eine eigene Spezies, genannt "Homo floresiensis". Ihre letzten Spuren sind gerade mal 12 000 Jahre alt. Glaubt man der Graphik aus der Zeit, dann hat sich der Homo floresiensis (bzw. sein Vorgänger homo erectus) vor über 1.1 Millionen Jahren vom "Mainstream" abgespaltet.

Quellen:
Die Zeit,
Nature
Welche Erkenntnisse hat er aus dieser Welt gezogen? Fortgeschrittene Steinwerkzeuge lassen zumindest darauf schliessen, dass er feinmotorisch einiges vermochte. Wäre eine Begegnung mit ihm wie mit einem Ausserirdischen? Hatte er Sprache? Die erste Fähigkeit zur Symbolbildung hat der Mensch vermutlich seit dem Einsetzen der Eiszeitzyklen vor 2.5 Mio. Jahren erlangt. Eine primitive Ursprache wird schon vor 1-2 Mio. Jahren für möglich gehalten. (
Quelle). Hatte er auch die Trennung von "Ich" und Welt erfunden? Somit ein Bewußtsein?
Wie schade dass wir ihn nur um 12000 Jahre verpasst haben!
Nachtrag
Nietzsches Theorie der ewigen Wiederkehr des Gleichen
Lou Salome schreibt zu diesem Thema unter anderem:
"Damals war, wie gesagt, die Wiederkunftsidee für Nietzsche noch keine Überzeugung geworden, sondern erst eine Befürchtung. Er hatte die Absicht, ihre Verkündigung davon abhängig zu machen, ob und wie weit sie sich wissenschaftlich werde begründen lassen. Wir wechselten eine Reihe von Briefen über diesne Gegenstand, und immer ging aus Nieztsches Aeußerungen die irrthümliche Meinung hervor, als sei es möglich auf Grund physikalischer Studien und der Atomenlehre, ene wissenschaftlich unverrückbare Basis dafür zu gewinnen. Damals war es, wo er beschloss an der Wiener oder Pariser Universität zehn Jahre ausschließlich Naturwissenschaften zu studieren. Erst nach Jahren absoluten Schweigens wollte er dann, im Fall des gefürchteten Erfolges, als der Lehrer der ewigen Wiederkunft unter die Menschen treten. [...]
Schon ein oberflächliches Studium zeigte ihm bald, daß die wissenschaftliche Fundamentierung der Wiederkunftslehre auf Grund der atomistischen Theorie nicht durchführbar sei; er fand also seine Befürchtung, der verhängnisvolle Gedanke werde sich unwiderleglich als richtig beweisen lassen, nicht bestätigt und schien damit von der Aufgabe seiner Verkündigung, von diesem mit Grauen erwarteten Schicksal berfreit zu sein. Aber nun trat etwas Eigenthümliches ein: weit davon entfernt sich durch die gewonnene Einsicht erlöst zu fühlen, verhielt sich Nietzsche gerade entgegengesetzt dazu; [...]
Was wissenschaftlich erwiesene Wahrheit werden sollte, nimmt den Charakter einer mystischen Offenbarung an, und fürderhin gibt Nieztsche seiner Phiosophie überhaupt als endgiltige Grundlage, anstatt der wissenschaftlichen Basis, die innere Eingebung - seine eigene persönliche Eingebung."
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Nietzsche will das Grauen, dass sich alles immer gleich wiederholt, als Triebfeder der Lebenssteigerung verwenden. Wenn ich alles aus dem Leben heraushole, dann kann ich auch wollen, dass es sich genau in dieser Form immer wieder unendlich wiederholt.
Meiner Meinung nach eher eine von den schwächeren Ideen Nietzsches - um nicht zu sagen: schwachsinnige Idee!
Besuchversuch bei F.N.

Das
Nietzschehaus in Sils-Maria war leider geschlossen (montags!)
Das Haus steht im Schatten einer Geranien-verzierte Betonkiste links daneben. Wir waren aber immerhin so glücklich den vermutlich einzigen kostenfreien Parkplatz zu finden, nämlich direkt davor. Ansonsten ist die Ortschaft fest in der Hand von busreisenden Rentnern in beigen Anoraks, und Einheimischen, die ihnen kreativ das Geld aus der Tasche ziehen.
Friedrich Nietzsche lebte hier zur Untermiete in den Sommermonaten 1881, 1883-88. Hier kam ihm wohl die Idee zur "Ewigen Wiederkehr des Gleichen".
Hälfte des Lebens
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Hölderlin
Leilas Rede
Er sagte, er habe oft zum Volk und zu den Jüngern in Bildern geredet, damit sie es leichter verstünden, wisse aber dass diese Bilder und Gleichnisse sehr viel Raum lassen, sie so oder so zu verstehen, und gerne auch von manchen nicht mehr als Bilder angesehen, sondern wörtlich genommen würden. Weil aber dadurch und mit der Zeit oft wenig übrigbleibt wovon zu reden er gesandt, und weil er, wenn er selbst ein Testament erstellte, es wohl von denen die ihn selbst verfolgten, vernichtet oder verschwiegen, so wolle er mir dies mitteilen, damit sein Licht einen zweiten Weg nähme.
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