Rückkehr

... damit wieder etwas von dort auf die Erde kommt, von unserem kosmischen Sein, erzählen wir wenn wir heil von unserer Expedition in andere Welten des Bewusstseins zurückkehren – wenn.

Das ist nach wie vor ein gefährliches Abenteuer, wahnsinnig gefährlich weil man sich gerne zu weit vorwagt, gelockt von der Ahnung und Faszination dessen, was einen erwartet. Man gerät in eine Art Rauschzustand wie in den Bergen und man überschätzt seine Kräfte. Welch eine Gnade wenn man hier weiß, wann man aufhören muss - man muss ja auch wieder zurück den ganzen Weg. Und man muss ja das was man dort erfahren hat, diesen ganzen geschauten Reichtum irgendwie übersetzt bekommen in eine Sprache, die von den Erdlingen verstanden wird ohne all das einzubüßen, auf der einen und ohne völlig abgedreht zu sein auf der anderen.
29 Aug '04 10:47 | | 1 Kommentar

Ihr doch auch.

Wir meinen, wenn wir etwas sehen, hören, fühlen, müsse auch ein Pedant außer uns existieren, das unsere Sinne im Sinne eines Kausalzusammenhanges erregt. Dann fällt uns ein, daß unser Gehirn z.B. im Traum durchaus auch in der Lage ist, selbst komplexe Wahrnehmungsvorgänge aus sich selbst zu liefern, die uns mitunter täuschend echt vorkommen. Oder ein anderes Beispiel ist der Phantomschmerz, ein echtes Ärgernis für die davon Betroffenen. Kurz gesagt, es gibt eine Unzahl von Beweisen dafür, daß hier immer eine Transformation stattfindet, und das Außen nur in den Kostümierungen, die sich in den Requisiten des Gehirns finden lassen, in unser Bewusstsein tritt, und manchmal finden die Auftritte auch ganz ohne äußere Veranlassungen statt.

Natürlich gilt dies nicht nur für die äußeren Ereignisse sondern auch von unserem Innenleben.

Um Himmelswillen, da kommt man ja in Teufels Küche wenn man diese Dinge weiter denkt, und in der Tat erweist sich bei näherer Betrachtung unsere vermeintlich so solide Welt auch als so eine Art Phantom. Wer das einmal wirklich kapiert hat, der ist schon zum Philosophen geworden.

Kant hat hier noch einen Versuch unternommen um die Kirche im Dorf lassen zu können, zwar ist das Ding ansich für uns unerkennbar, denn wir kennen nur die Welt, so wie sie uns gegeben ist, als eine Erscheinung. Damit fehlt uns aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, Aussagen über Dinge zu treffen, die diesen begrenzten Horizont übersteigen, also das ganze Reich des "Ansichs" und damit auch die Religion.

Damit bleibt Wirklichkeit aber gespalten, und das ganze Gerede von "in Wahrheit" hat ja seinen Ursprung in diesem Dualismus, wenn auch jetzt nach Kant feststeht – unzulässiger Weise.

Mit diesen Erkenntnissen kann man getrost alt werden, ohne daß für einen die ganze Welt Kopf steht. Denn zunächst sind es einfach nur Gedanken jenseits der normalen alltäglichen Erfahrung, und diese erweist sich als wesentlich stärker. Erst wenn sich die eigene Wahrnehmung nicht mehr mit der Wahrnehmung der anderen zur Deckung bringen lässt und man mir einreden wollte daß ich mir daß ja alles nur einbilde – man kann sich sicher gut vorstellen daß mein Einwand hierauf „ihr doch auch!" nicht so ernst genommen wurde wie er eigentlich gemeint ist.
21 Aug '04 10:34 | | kommentieren

Welcher Bär ... ?

Welchen Bären gibt es auf Vorschuß ? .....den LorBären !
Welcher Bär bringt das Bier ? .....Der Obär !
Welcher Bär darf um keinen Preis galoppieren ? .....der Trabär !
Welcher Bär erweist einem den letzten Dienst ? .....Der Totengräbär !
Welcher Bär hat alle Rechte ? .....Der Urhebär !
Welcher Bär hat die meisten Sonette geschrieben ? .....der Shakesbär !
Welcher Bär ist am anhänglichsten ? .....Der Allesklebär !
Welcher Bär ist am auffälligsten ? .....Der Zinnobär !
Welcher Bär ist am besten, wenn er schon stinkt ? .....Der Camembär !
Welcher Bär ist beim Hausputz unentbärlich ? .....Der Schrubbär !
Welcher Bär ist der Schrecken der sieben Meere ? .....Der Seeräubär !
Welcher Bär ist der stärkste ? .....Der Wagenhebär !
Welcher Bär ist der wärmste ? .....Der Heizkörbär !
Welcher Bär ist nicht dicker als ein Bleistift ? .....der Kleinkalibär !
Welcher Bär ist obdachlos ? .....Der Herumtreibär !
Welcher Bär ist Pflanzenfräser ? .....der BiBär !
Welcher Bär kann fliegen ? .....Der Hubschraubär !
Welcher Bär kommt nur im Herbst vor ? .....der Oktobär !
Welcher Bär macht die Sau glücklich ? .....der Ebär !
Welcher Bär reitet auf einem Kamel ? .....der Arabär !
Welcher Bär schießt überraschend viele Tore ? .....Der Abstaubär !
Welcher Bär schmeckt vor dem 1. Juli am besten ? .....Der Rhabarbär !
Welcher Bär schreibt am besten ? .....Der Kugelschreibär !
Welcher Bär sticht den Unter ? - Der Obär !
Welcher Bär treibt einem die Tränen in die Augen ? .....Der Nasenstübär !

von: http://www.ipp.mpg.de/~Dieter.Zasche/spas/spas_W.html
10 Aug '04 21:39 | | zwei Kommentare

„Ich und der Vater sind Eins“

Worte die Christus ans Kreuz gebracht haben, er lästert Gott hieß es.

Ich denke, dieses Eins-Sein war wörtlicher gemeint, ein und dasselbe, und das gilt auch für uns. Nur daß wir das nicht kapieren, nicht glauben können und das schneidet uns dann auch tatsächlich von diesem Göttlichen ab.

Wir haben diesen Teil von uns abgespalten und zum Gegenüber gemacht, weil wir unsere Grenzen falsch ziehen, bzw. uns an unser Ich klammern, obwohl gerade das Ich den größten Irrtum darstellt, obwohl wir doch so viel mehr sind als diese aus kosmischer Sicht Mirkroorganismen, dieser Schimmelbelag (Schopenhauer ?)

Wir haben uns dann diesen Gott ausgedacht, damit wir wieder was haben, woran wir glauben können. Aber das ist ja nur ein Placebo, wie die in der Medizin verwendeten Mittelchen, was hilft ist der Glaube daran daß es hilft, nicht das Mittel. Wir schreiben der Pille Dinge zu, die sie gar nicht leisten kann, sondern nur wir, aber wenn wir genug an sie glauben gelingt es doch quasi durch die Hintertüre.

Ich vermute mit Gott verhält es sich gleich, ich sage das nur zögernd weil diese Gedanken sind eigentlich zu groß für mich. Ich will mir nicht anmaßen, wirklich nicht ... aber vielleicht ist es ja auch ganz wichtig daß wir lernen in diese Richtung zu denken, wir sollten nicht an Gott glauben als ein gegenüber, sondern eher als etwas, wovon wir ein Teil sind, und die Welt wartet bis wir endlich selbstbewusst genug die uns zugedachte Rolle spielen lernen.

D.h. die Wahrheit erkennen und frei sein. "Dein Glaube hat dir geholfen", sagt er zu diesem Krüppel, der wieder laufen kann, "Nicht ich habe dich geheilt". Es ist dieses Vertrauen ins Sein, daß es eigentlich im Kern positiv ist oder wird, daß man sich selbst den größten Gefallen tut, wenn man dieser Idee glauben schenkt und sie dadurch verwirklicht.
09 Aug '04 21:11 | | 1 Kommentar

Die Made

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made:
"Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol. So leb den wohl!
Halt, noch eins! Denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!"

Also sprach sie und entwich. -
Made junior aber schlich
hintendrein; und das war schlecht!
Denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. Schade!

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde ...
H.Erhardt
07 Aug '04 11:20 | | 1 Kommentar

Evolutionsautobahn

Buntbarsche sind vergleichsweise schnell im Bilden neuer Arten, z.B. im Malawisee in nur 500000 Jahren rund 1000 verschiedene Spezies, für die Evolution ist das schell, und Aquarianer haben ihre Freude an der Vielfalt. Nun haben Wissenschaftler beobachtet, dass sich seit 1983 eine neue Spezies gebildet hat, die Evolution hat dafür gerade mal 20 Jahre gebraucht, für ein Prozess der sonst 1000e von Jahren benötigt. Auch bei Fliegen, Lachsen und Pflanzen gibt es Hinweise auf eine rasante Beschleunigung der Evolution, die Voraussetzung dafür scheinen Störungen zu sein, die durch den Menschen ausgelöst werden.

Der Mensch ist also nicht nur fürs Aussterben von Arten "verantwortlich".

Buntbarsch

05 Aug '04 20:55 | | 1 Kommentar

Lichtmeere

Still!-
Von grossen Dingen - ich sehe Grosses! -
soll man schweigen
oder gross reden:
rede gross, meine entzückte Weisheit!

Ich sehe hinauf -
dort rollen Lichtmeere:
- oh Nacht, oh Schweigen, oh todtenstiller Lärm! ...
Ich sehe ein Zeichen -,
aus fernsten Fernen
sinkt langsam funkelnd ein Sternbild gegen mich ...

F. Nietzsche
04 Aug '04 21:06 | | 1 Kommentar

Trance

Ja, dasselbe, es ist immer dasselbe: die tanzenden Derwische, die gregorianischen Gesänge, die indischen Yoga Praktiken, die Trommeln in Afrika, die Einsiedelei, mesmerschen Streichungen, die Fastenzeiten, die Exerzitien, und was es nicht alles gibt und was passiert? Was passiert in Wahrheit - da war es wieder. Oh Gott oh Gott, er wird doch nicht auch zu guter Letzt über diesen sch.. Reduktionismus gestolpert sein -

Es ist ein Zurückdrängen, Ausschalten des Ich-Bewusstseins wie in der Hypnose, verstehen Sie? Nein?

Gut, lassen Sie es mich anders formulieren. Was ich glaube zu sehen ist, daß die ganzen Riten der Menschheit nicht von in erster Linie von Ihrem Inhalt her, sondern von dem Prozess her, den man durchläuft wenn man sie nachvollzieht, verstanden werden müssen und daß dieser Prozess sich heute verstehen lässt, als eine Methode um das Gehirn und damit das Bewusstsein oder umgekehrt vom normalen in einen anderen Zustand (Trance) zu bringen. Wenn ich hier von Gehirn und Bewusstsein rede, dann sind das natürlich auch nur der Einfachheit halber verwendete Begriffe die sich bei näherer Betrachtung schnell als unbrauchbar erweisen würden.

Dieser andere Zustand wird als heilsam, spirituell geborgen usw. empfunden. Vielleicht muß man einschränkend sagen, daß die Trance so etwas wie ein Versenken ohne Inhalt, ohne Message ist. und es schon notwendig ist, die richtigen Suggestionen zu verwenden, sonst kann das auch nach hinten los gehen. Wie man dahin gelangt, ob durch eine pendelnde Uhr vor der Nase oder wochenlanges Fasten, inbrünstige Gebete usw. ist eigentlich ziemlich egal.

Wir haben uns da auf dem Baum der Erkenntnis irgendwie verstiegen, und durch solche Dinge kommen wir da wieder etwas runter davon.
02 Aug '04 02:01 | | kommentieren
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