Alles wird gut

Es ist die Natur die menschlich denkt!

Wir tun immer so als könnten wir etwas anderes Sein als Natur, ich halte das für irreführend. Ja, natürlich fallen wir auf innerhalb der Natur, weil plötzlich ein Spielraum entstanden ist, den üblicherweise die Natur so nicht kennt. Vielleicht war das ein Fehler klar und wir sterben rasch wieder aus.

Wenn ich richtig sehe, gibt es vermutlich auf lange Sicht gesehen einen massiven Selektionsdruck zum Guten hin d.h. die Menschheit wird nur überleben wenn sie vernünftig wird. Und das heißt wieder dass mehr Vernunft wird, werden muss!

Oder das natürliche Experiment Mensch ist gescheitert und die Natur kehrt wieder zu ihren bewährten Standartlösungen zurück, für unbestimmte Zeit , für immer - kaum.

Es geht also vielleicht nicht darum, ob ein gutes Prinzip bereits existiert an das ich glauben müsste. Sondern, dass wenn die Natur freie Menschen hervorbringt, die intelligent genug sind um die Natur so gut zu verstehen dass sie eine solche Technik entwickeln können, die sie so überlegen und gleichzeitig selbstgefährdent macht. Dann muss diese Menschheit sich verdammt was Gutes einfallen lassen und dies irgendwie fest verankern (vielleicht kommt ja doch noch der gentechnisch manipulierte Übermensch) also gutes Prinzip hervorbringen oder sie geht baden. Hegel würde das "die List der Vernunft" nennen.

Ich denke man muss bei sowas in sehr langen Zeiträumen denken - was sind in der Natur 1000 Jahre.
27 Jun '04 09:19 | | kommentieren

"Ich" will glücklich sein!

Die Suche nach Glück hat für mich einen besonderen Stellenwert. Glück ist ja meist nur dann zu finden, wenn eine Vielzahl von Faktoren zusammen stimmen. So kommt so etwas wie Ästhetik in die Welt. Dass das Dasein in uns Menschen nicht nur seine nackte Haut retten will, sondern dieses Mehr an Sein anstrebt, ist für mich ein Beleg dafür, dass zumindest die Sehnsucht nach dem "Alles wird gut" schon mal in der Welt ist. So wie wir keine Ruhe geben, eh wir nicht meinen glücklich zu sein, so wird, diese Dasein keine Ruhe geben, eh es sich nicht zu einer solchen ästhetischen Erfahrung wird - könnte man spekulieren.
24 Jun '04 20:40 | | 1 Kommentar

Wann ist man Christ?

Wenn man daran gaubt, dass es besser ist, einer Idee des Menschen von sich zu folgen, die in erster Linie Menschlichkeit einfordert, statt einer positivistischen Ansicht, die dem Menschen nur Hässlichkeiten zutraut ?

Oder wenn man daran glaubt, Gott habe das Opfer seines Sohns gebraucht um sein Gerechtigkeitsempfinden wieder ins Lot zu bringen ?

Muss man an die Auferstehung des Leibes glauben ? Oder reicht es wenn man darauf hofft, dass die besseren Ideen auf lange Sicht das Rennen machen ?

War Jesus ein Revolutionär, der die etablierten Vorstellungen über Gott nicht ertragen konnte ? Oder war er ein Verräter an der Idee des Lebens, indem er die Menschen auf ein Jenseits verwies und dem Diesseits entfremdete ?

usw.

Ich weiss nicht ob ich ein Christ bin !?
20 Jun '04 13:52 | | 1 Kommentar

Die Zerstörung der Natur hat was Natürliches.

Denkt eine Heuschrecke darüber nach, ob sie sich und anderen die Lebensgrundlage entzieht ? Nein, sie frißt bis nichts mehr da ist, und stirbt dann selbst wieder an Hunger. Der Mensch ist viel zu sehr Tier und viel zu wenig Vernunftwesen, aber meiner Meinung nach ist die Verantwortung die die Menschen haben nicht so gigantisch, denn wir sind so aus der Natur hervorgegangen mit allen Stärken und Schwächen.

Mit der Freiheit sind wir vielleicht einfach überfordert oder noch überfordert, sicher muss sich das ändern wenn wir uns nicht selbst das Leben zur Hölle machen wollen. Aber die Wurzeln des Übels sehe ich nicht in unserer Verantwortung - im Grunde hat die Natur selbst diese Entwicklung durchlaufen und sie wird auch damit fertig werden.

Oder es fängt halt wieder wo anders von vorne an.
17 Jun '04 20:59 | | kommentieren

Das Funzeln in dunklen Winkeln - noch mal was zu Hypnose

Du erlebst die Welt als hässlich und sicher kann man hierfür auch 1000 gute Gründe anführen, trotzdem: Wir gehen durch das Leben wie mit einer Taschenlampe ausgerüstet und in welche Ecke wir leuchten bleibt uns überlassen. Natürlich gibt es auch die Eindrücke, die sich aufdrängen, trotzdem kommt immer deine Interpretation dazu und dein Wille, deinen Fokus in diese oder jene Ecke zu richten. Warum bist Du nicht jeden Tag glücklich und dankbar dass Du z.B. vermutl. relativ gesund bist, nicht in der 3. Welt hockst, jeden Tag ein unglaubliches und unbegreifliches absolut abgefahrenes Dasein erleben kannst ...

Das ist es gerade was ich mit der Taschenlampe verdeutlichen will, mentale Techniken wie Hypnose, Meditation, ... verhelfen einem dazu, die Taschenlampe zu handhaben und die Wahrnehmung in die Richtung zu fokusieren, die man sich raussucht. Das macht letztendlich die Freiheit aus, das wir uns der Information zuwenden können, die wir in diesem Moment für uns als richtig ansehen. Das heißt nicht, dass man sich für das Leid der Menschen usw. verschließen soll, und einfach nicht mehr in diese Richtung schauen. Sonderen dass man eben selbstbestimmt sich auch diesen Dingen nach eigenem Maß aussetzt, soweit wie es einem selbst als konstruktiv erscheint, oder was auch immer die eigene existenzielle Entscheidungsgrundlage darstellt.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist für mich bei der Hypnose z.B. der Aspekt der Entspannung und des Kraft schöpfens, wenn Du so willst ist es für mich eine Methode mir etwas Gutes zu tun, wie für Dich vielleicht das Musik hören. Da man mit dem EEG die Hirnstöme messen kann, die sich durch diese Techniken verändern, hat es also nichts Irrationales, sondern ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um zu erleben wie der eigene Geist funktioniert, und wie relativ unsere Wahrnehmung doch ist. Z.B. kann man in Trance in einen nahezu zeitlosen Zustand kommen, man merkt nicht mehr dass Zeit vergeht.
13 Jun '04 16:26 | | kommentieren

Hypnose

Mit Hypnose kann man jemanden in einen spezifischen Zustand bringen, in dem die Person zwar noch bei Bewusstsein ist, dessen Tätigkeit aber stark eingeschränkt ist, in diesem Trance Zustand hast Du eine veränderte Wahrnehmung der Realität.

Und die Grenze zum Unbewussten wird durchlässiger. Hierdurch ist es möglich, neue Erfahrungen zu machen, und tiefe Einblicke zu gewinnen, die einem dazu verhelfen die Welt und sich selbst mit neuen Augen zu sehen.

Jeder kann selbst für sich entscheiden, wie er diese Erfahrungen deuten will, dennoch wird die Hypnose Induktion in gewisser Hinsicht ein wenig eine Richtung vorgeben...
10 Jun '04 17:23 | | kommentieren

Wir sind nicht unsere Probleme

Das mit der Freiheit, bei mir nimmt das zu, weil ich lerne anders wahrzunehmen, nämlich dass es meine Entscheidung ist, was ich wahrnehmen will.

Ich habe früher immer gedacht Wahrnehmen wäre was passives - nein, ich such mir die Wirklichkeit raus, in der ich lebe, indem ich entscheide was und wie ich sie sehe.

Dieses Abtrennen des Menschen, des "Ich" aus dem grossen Organismus der Natur findet in unserem Kopf statt, ich bin dabei diese Trennung in mir wieder rückgängig zu machen und im Grunde weiss ich jetzt wieder, dass ich dieser Organismus bin, dass ich eines von den vielen Bewußtseinen bin, in denen er sich sucht und in mir auch bereits manchmal halbwegs gefunden hat. Das macht einen unsterblich, nicht mich als "Ich", aber mich als dieser Organismus der ich im Grunde bin. Ich denke
nicht, dass das nur subjektiv so ist, aber objektiv wird es eben erst, wenn ich es (subjektiv) begreife, sonst bleibt halt die Trennung (in meinem Kopf) bestehen. Ich finde diese Sicht fantastisch, aber nicht im Sinne von gesponnen ...
07 Jun '04 21:27 | | 1 Kommentar

Gedanken unterliegen nicht dem Prinzip von Ursache und Wirkung

Die Welt ist halt nicht ganz so einfach. Ich kann mir nicht unter allen Bedingungen raussuchen was ich denke, wenn ich z.B. am Verdursten bin, werden meine Gedanken ständig um dieses Problem kreisen oder ich beginne zu haluzinieren usw.

In solchen Sonderfällen bin ich ziemlich determiniert. Ein strenge Determiniertheit jedes Gedankens wirst Du doch wohl nicht behaupten wollen !? Wenn dem so wäre, könnte keine Diskussion hier stattfinden. Ich ziehe mich nicht aus der Schlinge, ich habe einfach Recht.

Ich fasse mich nicht als ein Reiz/Reaktionsmaschinchen auf, wenn Du Dich so siehst, tut es mir leid für Dich. Dabei will ich nicht in Abrede stellen, dass viele Verhaltensmuster sich in diesem Rahmen abspielen. Das ist auch gut so, weil wir ein Stück weit darauf angewiesen sind Prognosen zu machen, wie sich die anderen Menschen verhalten werden.

Aber wenn Dein Konzept darauf aufbaut, dass alles danach abläuft, das wäre armselig. Ich würde mir an Deiner Stelle gut überlegen, ob ich an eine so bescheidene Weltsicht tatsächlich glauben will. Du kannst Dir`s nämlich raussuchen, und Deine Wahl wird Dein Leben prägen.
04 Jun '04 16:49 | | kommentieren
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