Pfingsten

Nicht jeder weiß um die Bedeutung dieses Feiertages. Was soll der heilige Geist sein?

Meine Meinung ist, dass man es sehr grob mit „positives Denken“ übersetzen kann. Die Jünger empfingen also an Pfingsten den heiligen Geist. Er sollte gleichzeitig das Bindeglied zwischen Gott und den Menschen darstellen, das Denken also kann eine Brücke schlagen, aber wohin. Der Geist macht frei, lebendig, dem gegenüber tötet der Buchstabe. Es geht also nicht darum, was wörtlich da in diesem Buch steht sondern darum, was sinngemäß gemeint sein könnte.

Denken kann uns in eine Sackgasse führen oder es kann uns aus einer Sackgasse befreien, jeder kennt das. Menschen mit einer „guten Einstellungen“ wirken befreiend für ihr Umfeld. Der heilige Geist ist eine der Existenzweisen Gottes, Vater – Sohn - heiliger. Geist.

So gesehen ist Gott plötzlich nichts Abstraktes Irreales mehr, an das man halt glaubt oder auch nicht, sondern dort wo sich dem Denken Perspektiven öffnet, wo es uns lebendig sein läßt, befreit aufatmen, da ist das Göttliche in uns lebendig.
Dieses Denken kann man nicht erzwingen, da kommt nur Mist raus, krampfhaft positives Denken ist nicht die Lösung - eher Loslassen, Vertrauen, die Seele baumeln lassen.

Plötzlich verwandelt sich unsere Sicht der Dinge, „es sind nicht die Dinge, die unser Dasein bestimmen, sondern unsere Meinung von den Dingen“. Der Geist ist die Grundlage von allem, denn Natur ist nur möglich, weil in der Evolution Information verarbeitet wird und Organismen ein Produkt dieses „Nachdenkens“ darstellen. Dieses organische Nachdenken blieb lange unbewußt, nur eine Ahnung davon existierte in den Religionen, erst in den letzten paar Jahrhunderten erwacht ein Bewußtsein und ein Verständnis für den Geist in der Natur.

So kommt der Geist ganz allmählich zu sich in uns, „Gott" wird Mensch, wo ich die Brücke geschlagen bekomme von meinem Geist zu diesem, in der Natur sich manifestierenden und plötzlich erkenne: das ist ja dasselbe!

Das „Ich“ verliert sich in diesem Moment. Man wird zum „Bewußtsein aller Realität“ -„Alles ist Eins“ .


„Ich stand nun über den Trümmern von Athen, wie der Akersmann auf dem Brachfeld. Liege nur ruhig, dacht' ich, da wir wieder zu Schiffe giengen, liege nur ruhig, schlummerndes Land! Bald grünt das junge Leben aus dir, und wächst den Seegnungen des Himmels entgegen. Bald regnen die Wolken nimmer umsonst, bald findet die Sonne die alten Zöglinge wieder.

Du frägst nach Menschen, Natur? Du klagst, wie ein Saitenspiel, worauf des Zufalls Bruder, der Wind, nur spielt, weil der Künstler, der es ordnete, gestorben ist? Sie werden kommen, deine Menschen, Natur! Ein verjüngtes Volk wird dich auch wieder verjüngen, und du wirst werden, wie seine Braut und der alte Bund der Geister wird sich erneuen mit dir.

Es wird nur Eine Schönheit seyn; und Menschheit und Natur wird sich vereinen in Eine allumfassende Gottheit.“

Hölderlin

30 Mai '04 21:18 | | kommentieren

Das Ding an sich

"Das Ding ansich" von Immanuel Kant1, das nach Kant für uns immer verborgen bleiben muss. Weil wir eben immer schon unser Raster an die Welt herantragen und nicht anders können.

Ich glaube nicht an diese Sichtweise.

Weil wir selbst eben auch Welt sind und Ding an sich - eigentlich ein einfacher und meiner Meinung nach zwingender Gedanke. D.h. man darf ruhig mal an der Stelle genau hin schauen, wo wir am unmittelbarsten auf Welt treffen: dem Bewußtsein. Hegel hat das meiner Meinung nach in der Phänomenologie des Geistes2 schön vorgeführt.

Man darf dabei nat. nicht den Fehler machen und sich selbst in seine chemischen Bestandteile zu zerlegen und dann sagen Aha! "An sich" ist die Welt also jede Menge Moleküle die rumschwirren, sondern man muss schon beim subjektiven Bewußtsein bleiben.
29 Mai '04 09:16 | | kommentieren

Wer ist Gott ??

Wenn ich Dir die Antwort geben könnte, was Gott ist, würdest Du mich schon kennen, da ich einen Preis nach dem anderen abgeräumt hätte und dauernd in der Zeitung zu finden sein würde ...

Das einzige was ich Dir dazu sagen kann - Ich glaube, dass Gott der Weltgeist ist, was auch immer Du darunter verstehen magst.

Du findest es seltsam, dass wir aus etwas bestehen, dass für uns ganz unerklärlich ist? Und was ist mit unserem Körper? Verstehen wir den? Nein, und das werden wir auch nie vollständig, denn:

Wenn wir uns selbst begreifen könnten, wären wir selbst so dumm, dass wir uns wieder nicht begreifen könnten.
26 Mai '04 19:39 | | zwei Kommentare

Das Sein stirbt nicht

Ich bin unsterblich
weil ich weder dieser Körper bin,
noch dieses Bewußtsein,
sondern das, wovon dieses Bewußtsein Bewußtsein ist.

Ich bin ein Bewußtsein des Seins
das Sein stirbt nicht.
23 Mai '04 09:47 | | kommentieren

Wanderers Nachtlied

Über allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest Du auch.

Goethe.

22 Mai '04 19:05 | | 1 Kommentar

Was musste vom Anbeginn der Zeit nicht alles ineinandergreifen ...

wieder mal diese Seins - Tiefe bedenken und ins Staunen kommen über das was ist - ein Wunder !?
21 Mai '04 09:27 | | kommentieren

Entfaltende Bio Logik

Die Entwicklung, so wie sie wir feststellen, ist eine sich entfaltende Logik in den Organismen. Das Anpassen, das sich einen Vorteil verschaffen entwickelt sich aus zufälligen Mutanten, eine minimale Veränderung, die aber doch Vorteile des zugrundeliegenden Musters (DNS) verschafft. Und wieder hat sich eine Seinsform gegenüber einer anderen besser behauptet, indem sie sich den bestehenden Bedingungen besser angepasst hat - oder unter Umständen diese Bedingungen selbst durch eine hinzugewonnene Fähigkeit verändert hat. (weiter)
17 Mai '04 21:05 | | kommentieren

Alles ist gleich-gültig, das Leben nur ein Traum ??

Das Gegenteil ist richtig, nichts ist gleichgültig. Es ist ja gerade das Neue was der Mensch in die Natur gebracht hat , dass ihm nicht alles gleichgültig ist. Und Dein Kampf für den Tierschutz war ja ein Kennzeichen dafür dass es Dir auch so ging. Aber gerade dieses Mitleid mit der Kreatur, dieses Werten macht uns zu Menschen, sonst hätten wir gleich im Urschlamm uns verblubbern können.

Du sagst alles ist nur ein Traum - mag sein,aber für mich ist es die einzige Wirklichkeit die existiert. Meine Lösung ist genau die Umkehrung von Deiner.

Ich bin die Quelle, mir ist nichts gleichgültig, ich spiele nicht, ich schöpfe, es ist kein Traum; es ist mein sich entfaltender Geist, ich bin frei, aber ich habe mich für die Liebe entschieden. Jeder kann zur Quelle werden, wenn er erkennt, dass er Bewußtsein aller Realität ist, oder anders ausgedrückt: ein Bewußtsein des Universums.

Jeder kann sich selbst erleuchten, weil er selbst Quelle, Schöpfer seiner selbst wird. Die christliche Wiedergeburt, wodurch man also zum "Kind" Gottes wird, meint ja genau das gleiche. Durch die neue Sicht der Dinge wird das natürliche Bewußtsein auf den Kopf gestellt, der "Menschensohn" sagt: "wer mich sieht der sieht den Vater", d.h. die Quelle.

Und: "Ich und der Vater sind eins". Jeder ist ein Bewußtsein des Universums. Wenn mans so sieht macht alles Sinn !!!!
13 Mai '04 20:14 | | kommentieren

Rückführung in frühere Leben

So wie ich das kenne wird man mittels Hypnose in Trance versetzt und es wir einem dann suggeriert, dass man sich zunächst an die frühe Kindheit erinnert und dann geht es immer weiter zurück in die Vergangenheit. Es wird behauptet dass sich Leute an Details erinnern, die sie eigentlich nicht wissen können, die aber irgendwo verbürgt sind.

Mir persönlich fällt es schwer an sowas zu glauben, und bei Selbstversuchen bin ich bislang auch lediglich in Kindheitserinnerungen hängen geblieben. Auf der anderen Seite kenne ich Leute die halbwegs glaubwürdig sind, die von sich behaupten schon solche Erfahrungen gemacht zu haben. Es wird auch berichtet, dass es Leute gibt, die plötzlich in einer alten ausgestorbenen Sprache reden. Interessant dabei ist dass auch im christlichen Umfeld bei der sog. "Zungenrede" auch in Trancezuständen angeblich fremde Sprachen gesprochen werden.
11 Mai '04 21:26 | | kommentieren

Eigenleben der Gedanken

Natürlich können wir darauf warten was uns gerade "einfällt", aber sehr häufig erfordert es die Situation, dass wir uns konzentrieren und exakt denken, um effektiv handeln zu könne. Es ist einfach undenkbar, dass wir in unserer komplexen Umgebung handlungsfähig wären, wenn wir nicht selbst denken würden.

Im Grunde sind dies natürlich Gemeinplätze, und doch lohnt es sich vielleicht immer wieder darauf einzugehen.

Es eröffnet sich für den "Selbstdenker" seine eigene Welt, denn in jeder Situation gibt es beliebig viele Möglichkeiten was ich an Information mir zu Gemüte führe. Es ist Frühling, die Sonne lacht (naja) aber ich kann trotzdem mein Denken um die Schlechtigkeit der Welt oder familiäre Probleme oder irgendwelches nervige Vogelgezwitscher kreisen lassen - oder gar sich mit dem Gedanken quälen, dass Gedanken ein Eigenleben haben?
09 Mai '04 10:36 | | kommentieren

Eins zu seyn mit Allem

Verloren in's weite Blau, blik' ich
oft hinauf an den Aether und hinein in's heilige Meer, und mir ist,
als öffnet' ein verwandter Geist mir die Arme, als löste der Schmerz
der Einsamkeit sich auf in's Leben der Gottheit.

Eines zu seyn mit Allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der
Himmel des Menschen.

Eines zu seyn mit Allem, was lebt, in seeliger Selbstvergessenheit
wiederzukehren in's All der Natur, das ist der Gipfel der Gedanken
und Freuden, das ist die heilige Bergeshöhe, der Ort der ewigen Ruhe,
wo der Mittag seine Schwüle und der Donner seine Stimme verliert
und das kochende Meer der Wooge des Kornfelds gleicht.

Eines zu seyn mit Allem, was lebt! Mit diesem Worte legt die Tu-
gend den zürnenden Harnisch, der Geist des Menschen den Zepter
weg, und alle Gedanken schwinden vor dem Bilde der ewigeinigen
Welt, wie die Regeln des ringenden Künstlers vor seiner Urania, und
das eherne Schiksaal entsagt der Herrschaft, und aus dem Bunde der
Wesen schwindet der Tod, und Unzertrennlichkeit und ewige Jugend
beseeliget, verschönert die Welt.

F. Hölderlin

07 Mai '04 02:11 | | kommentieren

Dichtung und Wahrheit

Da sind wir schon bei der einen großen Frage, bei der nach Gott, denn was anderes als Dichtung kann dieser Gott sein? Da sind wir schon bei der zweiten großen Frage, bei der nach der Wahrheit und kommen zu dem überraschenden Schluss:

Was anderes kann man als Wahrheit bezeichnen als das was sich irgendwie reimt.

Es war schon immer die Angelegenheit von uns Menschen sich einen Reim auf die Dinge zu machen, weil es da immer nur Fragmentarisches, Lückenhaftes gab, was sich uns zeigte, was so keinen Sinn machen wollte oder konnte, was wir so nicht als das „Alles“ akzeptieren konnten, lange nicht, bis zu Nietzsches vernichtendem „alles hat keinen Sinn“. Aber ist es so? Kann das denn tatsächlich schon „Alles“ gewesen sein?

Die losen Enden miteinander verbinden, unsere Aufgabe, sich darauf einen Reim zu machen, und unsere Existenz ist davon abhängig, das Ereignis unseres Lebens und unsere Haltung hierzu, dass es uns gelingt einen befriedigenden Reim zu finden, zu schmieden. Finden und schmieden ist wie Freiheit und Determinismus, wie Welle und Teilchen, wir sind heute in der Lage die Unversöhnlichkeit dieser Paare, das große „Entweder - Oder“ das uns unsere Logik über die Jahrhunderte vorzuschreiben schien, durch einen unverstandenen Rekurs rasch zu entkräften und das ist gut so.

Denn es ist in der Tat beides, ein Schmieden und ein Finden, es ist Schöpfung aus dem Nichts und gleichzeit doch wieder lediglich das Aufdecken einer bereits vorhandenen Möglichkeit.

Wie kann man dabei der Wahrheit näher kommen? Erinnern wir uns an das vorhin Gesagte: wir erleben dann etwas als wahr, wenn es für uns sich reimt, wenn es sich einfügen läßt in die Sachverhalte über die wir uns einig sind und sie sinnvoll verknüpft, so dass die Theorie eine Ordnung sichtbar macht, die in sich stimmig ist. Dann entsteht in uns der Eindruck, dass etwas gefunden wurde, eine „passende“ Erklärung. Etwas, dass das Puzzle so zusammensetzt, dass es ein Bild ergibt.

So muss man sich also auch die Wahrheit als etwas Doppelbödiges, Tiefgründiges vorstellen, etwas, das nicht einfach da ist, sondern erst noch geschmiedet und/oder gefunden werden will. Existenz ist dieses Schmieden und Suchen, sich Verwandeln lassen bis man selbst so etwas ist
wie das passende Wort in einem Lückentext, bis man der Wahrheit so nahe gekommen ist, dass sie sichtbar wird, durch unser Leben reflektiert wird.

Was ist Wahrheit? Ich sage: Wahrheit ist was Sinn macht.

Dazu, um immer wieder neue Antworten zu finden auf die jeweiligen Lebenssituationen, ist unsere ganze Kreativität gefragt, es geht um eingehende suggestive Reime, um Dichtung die sich einprägt und damit lebensgestaltend wird, Worte, die uns neue Räume des Daseins erschließen oder alte, vergessene wieder in die Erinnerung rufen; Räume und Denklandschaften, die einen ausrufen lassen: "Hier ist gut sein, hier lasst uns Hütten bauen!"1.

Der Nihilismus macht so gesehen keinen Sinn! Sondern untergräbt ihn, die Fundamente einer Idee lassen sich nicht empirisch nachweisen, sie zeigen sich erst wenn man darauf baut.

Es ist diese Selbstinterpretation des Seins, wenn sie zum Misstrauen tendiert, untergräbt sie damit ihr eigenes Sein „Ich hab 'Mein Sach' auf nichts gestellt“2 meint nicht, dass wir uns durch den Blick nach unten, wo sich das Nichts, die Tiefe auftut, in Bann ziehen lassen sollen, sondern dieses auf nichts gestellt sein als auf sich, als den großen eigenen Entwurf, die spontane Initiative mit der man sich gleichzeitig zu einem Ereignis macht, zu einem Bestandteil der Wirklichkeit, das ist die eigentlich große Dichtkunst, dieses sich spontan oft aus dem Stehgreif in die Situation entwerfen wenn das auch noch Stil hat, dann scheint das Göttliche suggestiv auf in den unendlichen Weiten des Möglichen, wo auch er Wirklichkeit geworden sein wird, der kommende Gott3 .

Wir fischen deshalb in den Flüssen nördlich der Zukunft, es ist eine brotlose Kunst in dürftiger Zeit, und dennoch mehr den je sind die Hüter des Seins dazu gerufen, nicht nachzulassen und dazu aufzurufen es noch einmal mit den Göttern zu wagen. Denn wir erinnern uns „Ihr guten Götter! arm ist, wer euch nicht kennt"4. Da ist kein jenseitiger Bereich bei Hölderlin gemeint sondern ein durch die Dichtung geöffneter Geist (heute würden wir von Bewußtseinserweiterung reden), der erst ein intensives, abenteuerliches, gesteigertes Leben möglich macht.

VR und RL, das können wir von der digitalen Welt lernen, gehen nahtlos ineinander über, sie stellen kein Gegesatzpaar dar, sondern es eröffnet sich die Möglichkeit ein inspirirtes Verhältnis zum Dasein einzunehmen, und so Dichtung wahr werden zu lassen, denn die Muse hinterläßt uns „trunken von Küssen“5.

Es ist an uns, uns von ihrem Zauber und der Magie des Geistes verführen zu lassen - oder die Enttäuschung mehr zu fürchten als wir von ihrer Liebe erwarten.

Aber „was ringt er so nach Knechtschaft, da er ein Gott sein könnte“6 fragt Hölderlin, um dann hoffnungsfroh auszurufen, dass es sich gerade mal nur um eine Pause handelt, die der Weltgeist sich gönnt.

„Liege nur ruhig, schlummerndes Land! Bald grünt das junge Leben aus dir, und wächst den Segnungen des Himmels entgegen. Bald regnen die Wolken nimmer umsonst, bald findet die Sonne die alten Zöglinge wieder. Du fragst nach Menschen, Natur? Du klagst, wie Saitenspiel, worauf des Zufalls Bruder, der Wind, nur spielt, weil der Künstler, der es ordnete, gestorben ist ? Sie werden kommen, deine Menschen, Natur ! Ein verjüngtes Volk wird dich auch wieder verjüngen, und du wirst werden wie seine Braut und der alte Bund der Geister wird sich erneuen mit dir.“7

Dichtung und Wahrheit stehen in einem dialektischen Verhältnis zueinander, „das verjüngte Volk wird dich auch wieder verjüngen“, denn, so könnte man formulieren, es wird mit anderen Augen an die Natur herangehen, es wird in ihr etwas anderes als ein bloßes Mittel zum Zweck sehen. So wird die Natur dem Volk „wie seine Braut“. Was ist realer: das was man als Liebender in der Geliebten zu sehen glaubt oder das was man sozusagen bei nüchterner Betrachtung, „objektiv“ festzustellen glaubt. Ist nicht gerade das feststellen, das fixieren wollen etwas, was diesem Evolutionsprozess gerade nicht gerecht wird. Ist es nicht die Phantasie, die uns einen Blick eröffnet, auf die noch unverwirklichten Möglichkeiten, die im Sein stecken, die Platz schafft für die Utopie ?
02 Mai '04 10:54 | | 1 Kommentar

Die Götter

Du stiller Aether! immer bewahrst du schön
Die Seele mir im Schmerz, und es adelt sich
Zur Tapferkeit vor deinen Strahlen,
Helios! oft die empörte Brust mir.

Ihr guten Götter! arm ist, wer euch nicht kennt,
Im rohen Busen ruhet der Zwist ihm nie,
Und Nacht ist ihm die Welt und keine
Freude gedeihet und kein Gesang ihm.

Nur ihr, mit eurer ewigen Jugend, nährt
In Herzen, die euch lieben, den Kindersinn,
Und laßt in Sorgen und in Irren
Nimmer den Genius sich vertrauern.

F. Hölderlin

02 Mai '04 10:26 | | 1 Kommentar
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