Was heisst das genau: "Der Geist verkörpert sich in der Natur"?

Das ist einfach Biologie. Die Baumuster der Organismen (sowas wie z.B. DNS) haben sich immer weiter herausdifferenziert. Information wird gespeichert und weitergereicht, transformiet und weiterentwickelt, das passiert einfach. Also kein bewußter Prozeß, sondern in der Wechselwirkung der verschiedenen Interessen unter dem Druck der Selektion. Die Organismen sind ja nicht einfach irgendwie zusammengewürfelte Aminosäuren, sondern hochorganisierte Einheiten. Ihnen liegt eine Logik zugrunde, die sich immer weiter fortentwickelt hat, bis hin zu den Konstruktionsplänen die Gehirnen zugrunde liegen, eine verzwickte Sache.

Wenn man noch die Wechselwirkung der Organismen in Systemen betrachtet, die stabil gehalten werden (Ökosystem) da liegt ein sehr komplexer Informationsverarbeitungsprozess zugrunde (Interessant dazu ist Gregory Batesons Ökologie des Geistes.)

Auf dieser Ebene gibt es dann einen logischen Sprung, denn die Weiterentwicklung findet dann partiell auf der kulturellen Ebene statt, die parallel aber wesentlich schneller von statten geht - Hegels berühmter Weltgeist entsteht!
30 Apr '04 10:32 | | kommentieren

Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet ...

Bin auf Heidegger gestoßen und seine Hölderlin Rezeption und das ist Wasser auf meine Mühlen.

Ich weiss dass Heidegger politisch usw. das hindert mich aber nicht in diesen Anfängen des Existenzialismus zu buddeln und ich finde!

Hab dazu ein super interessantes Buch gefunden, ist aber Hardcore und wohl nur was für Eingeweihte "Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet / Der Mensch auf dieser Erde", Heidegger und Hölderlin. Bei Klostermann erschienen.
29 Apr '04 09:39 | | kommentieren

Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus

"Endlich kommen die Ideen von einer moralischen Welt, Gottheit, Unsterblichkeit - Umsturz alles Afterglaubens, Verfolgung des Priestertums, das neuerdings Vernunft heuchelt, durch die Vernunft selbst. - Absolute Freiheit aller Geister, die die intellektuelle Welt in sich tragen, und weder Gott noch Unsterblichkeit außer sich suchen dürfen.

Zuletzt die Idee, die alle vereinigt, die Idee der Schönheit, das Wort in höherem platonischem Sinne genommen. Ich bin nun überzeugt, daß der höchste Akt der Vernunft, der, indem sie alle Ideen umfaßt, ein ästhetischer Akt ist, und daß Wahrheit und Güte, nur in der Schönheit verschwistert sind. (..)

Die Philosophie des Geistes ist eine ästhetische Philosophie. Man kann in nichts geistreich sein, selbst über Geschichte kann man nicht geistreich raisonnieren - ohne ästhetischen Sinn. (..)

Zuerst werde ich hier von einer Idee sprechen, die, soviel ich weiß, noch in keines Menschen Sinn gekommen ist - wir müssen eine neue Mythologie haben, diese Mythologie aber muß im Dienste der Ideen stehen, sie muß eine Mythologie der Vernunft werden. Eher wir die Ideen ästhetisch d.h. mythologisch machen machen, haben sie für das Volk kein Interesse und umgekehrt: ehe die Mythologie vernünftig ist, muß sich der Philosoph ihrer schämen."

(vollständiger text)

Aus einer Handschrift aus dem Nachlass Hegels, dessen Autorenschaft nicht letztgültig geklärt werden konnte. Einiges spricht dafür, dass es sich hier um eine Gemeinschaftsarbeit von Hegel, Hölderlin und Schelling handelt.
27 Apr '04 20:16 | | kommentieren

Der Weltgeist, der Baum und ein Geburtstag

25.04.2003 - vor einem Jahr.

Wieder einmal hatte ich Geburtstag, warum sich nicht selbst ein Denkmal setzen ;) beschließe aus diesem Anlass einen Baum zu pflanzen. Er soll einmal daran erinnern, dass die Natur durchaus angefangen hat in mir zum Bewusstsein ihrer selbst zu kommen. Es ist eine Zäsur, da es ungefähr hier in diesem Jahrhundert in diesem Jahrtausend begann, dass der große Plan bewusst wurde, ein Plan der sich erst noch entwerfen muss. Eine verrückte Geschichte, dokumentiert durch das Verrücken einer Linde – ja ich weiss, man sagt Verpflanzen bei Pflanzen.

Diese Natur, die sich anschickt, sich zu verstehen, hat sich damit selbst ein Denkmal gesetzt, durch das sie ein Zeichen setzen will – es hat begonnen!

Natürlich es wird eine Rede gehalten, es ist die Rede von der Natur an den Menschen. Paul Celan stand mit seinem Gedicht „Fadensonnen“ Pate. (weiter)
25 Apr '04 09:51 | | kommentieren

Meeresküste, Muscheln, Salzkruste, Seesterne, Treibholz, Horizont

Dichter Dichten zwischen Hypnose und Dichtung. Dichtung ist immanent und transzendent, d.h. sie schafft selbst den Himmel unter dem sie weilt. Sie ist ein Ereignis in der Welt, das aber gleichzeitig diese erst hervorbringt oder eröffnet.

Sich an den Wörtern entlang hangeln, im Grunde ist es ein Abseilen von Haken zu Haken, tiefer und tiefer. (weiter)
23 Apr '04 21:08 | | kommentieren

Heidegger ein Nazionalsozialist?

Ich will mich hier beileibe nicht als Heidegger Kenner darstellen, aber: von den Nazis wurde Heidegger als Psychopath dargestellt. Heidegger wurde als "gefährlicher Schizophrener" bezeichnet, dessen Schriften in Wirklichkeit "psychopathologische Dokumente" darstellten. Heiderggers Denken sei im Kern jüdisch geartet, "talmudisch-rabulistisch", weshalb es auch Juden besonders anziehe. Mit Geschick habe Heidegger seine "Existenzphilosphie" auf die "Tendenzen des Nationalsozialismus umgemünzt (...) Der Sinn dieser Philosophie ist ausgesprochener Atheismus und metaphysischer Nihilismus, wie er sonst vornehmlich von jüdischen Literaten bei uns vertreten worden ist, also ein Ferment der Zersetzung und Auflösung für das deutsche Volk." (Krieck "Volk im Werden") aus R. Safranski "ein Meister aus Deutschland".

Wie leicht man an der falschen Stelle Beifall klatscht oder Buh ruft, wenn man nicht weiss welches Stück da gerade eigentlich aufgeführt wird. Sicher, das hat Heidegger auch getan - kein Grund ihm darin nachzueifern. Heidegger war anfangs aktiver Nazi, immerhin hat er aber noch die Kurve gekratzt, was man ja auch nicht von vielen sagen kann.
21 Apr '04 21:21 | | fünf Kommentare

Tür zur Wahrheit

Eine naive Geschichte vom Mythos oder ?

Am besten ist es wenn Du sie vorgelesen bekommst, bei leiser Musik – Achtung, enthält hypnogene Elemente, Lesen oder Hören auf eigene Gefahr! (weiter)
18 Apr '04 12:15 | | kommentieren

Was ist Gott ?

Manchmal erkennen wir den Spielraum in den durch uns das Sein getreten ist, wir erkennen die grenzenlosen Möglichkeiten, die Unerschöpflichkeit des Daseins, Gott ist nicht etwas Äußerliches. Es ist das Dasein selbst und manchmal kommt es in uns zu sich.
16 Apr '04 21:50 | | 1 Kommentar

Selbstbewußtsein

Man sollte sich die Bedingungen unter denen unsere Wenigkeit entstanden ist, speziell dieses Gehirn, vergegenwärtigen, um sich die Frage nach der Ganzheit zu beantworten. Ich denke dass so etwas wie Bewußtheit nicht einfach so spontan entstanden ist weil irgendwo ein Gen gekippt ist, sondern unser Gehirn ist das Produkt eines gigantischen Prozesses und es gab beliebig viele Vorraussetzungen die erfüllt sein mussten damit dieses möglich wurde. Dieses Gehirn und damit unser ganzes Sein (gegeben durch Wahrnehmung und Emotionen usw.) fußt auf einer Art Reflexionsprozess, den die Natur im Evolutionsprozess durchläuft.

Ob dieser notwendig stattfindet, weil innere Gesetzmäßigkeiten und der Zufall zwingend bei unendlich viel Zeit zu Bewußtsein führen, oder ob er halt zufällig an dieser Möglichkeit vorbeigeschlendert ist, spielt eigentlich für mich eine untergeordnete Rolle. Tatsache scheint mir zu sein, dass unser Denken und Erleben jedenfalls zumindest ein bestimmtes Maß an Ganzheit bei seiner Entstehung in sich aufgesogen haben muss. So finden wir in uns Reste vor von Verhaltensweisen und Gefühlen die mit unserer Wirklichkeit von heute längst nichts mehr zu tun haben.

Wer oder was wird da bewußt, meine These ist eben, dass wir Bewußtsein nicht nur individuell begreifen sollten, sondern dass es ebenso den Aspekt enthält das die "Natur" oder das "Sein" zum Bewußtsein kommt. Was natürlich im Umkehrschluss dazu führt, dass "ich" nicht dieser Körper bin, sondern meine eigentliche Dimension das Dasein ist, dass der Körper also nur so eine Art Wirt ist, das Bewußtsein aber sich nicht auf diesen begrenzen läßt.
14 Apr '04 22:01 | | kommentieren

Paukenschlag

Gedanken Poesie darf auch mit einem Paukenschlag beginnen, der neue, kommende Gott kündigt sich an. Er ist die Bewusstwerdung des Seins im Menschen, die darin mündet, dass der Mensch als der neue Schöpfer, als der kommende Gott, seine Bedeutung erkennen wird und seine Einheit realisiert.

Hierfür exisiert nur ein begrenztes zeitliches Fenster, worin sich diese Selbsterkenntnis vollziehen muss, und in Aktion treten kann. Gelingt dies nicht, oder nur soweit dass wir von der bloßen Kontemplation über das, dass es so ist, nicht zur Aktion, dass wir diese Rolle auch ausfüllen, gelangen, wird der Mensch als möglicher Träger von Gottes Geist vermutlich schneller von der Bildfläche verschwinden, als wir bislang uns vorstellen können. Die Chance ist gegeben, aber es ist eben nur eine Chance mit den ganzen Hoffnungen und Risiken.

Damit ist Gott nicht am Ende, der Geist ist so tief im Dasein verwoben, als innere Logik, so dass eine vollständige Auslöschung desselben nahezu unmöglich ist. Es müsste schon der totale Sieg des Nichts hereinbrechen.

So können wir in der Hoffnung bleiben, und sie in uns lebendig halten, auch in schwieriger werdenden Zeiten.

Wir haben ja bereits begriffen, dass wir das Licht in die Hand bekommen um es eine Zeit weiterzutragen, aber nicht nur das. Unser Geist kann es auch mehren, kann, wo es droht erstickt zu werden wieder entfachen, kann mehr Licht machen, kann der These "von nichts kommt nichts" diametral entgegen arbeiten. Denn es sind Schöpfungen aus dem Nichts, die wir dem Nichts abringen, wir sind beim eigentlichen Thema angelangt – Gedanken Poesie.

Unser Zauberwort, es ist ja eine der modi subsitenti, der Existenzweisen Gottes, der hl. Geist.

Der uns gegeben wurde um als Brücke zwischen Mensch und Gott zu fungieren, der hl. Geist macht frei, ist Leben, weil er die wahren Verhältnisse erhellt, weil er uns also das Sein aufschließt, und damit uns aufschließt, er macht das Erkenne dich selbst erst möglich, und führt uns, wie er schon andere geführt hat, an den Punkt an dem wir erkennen: „Ich und der Vater sind eins“. Weil dieser Geist nicht mehr passiv über uns kommt - das kommt dann und wann Gott sei dank auch vor, wo uns Inspiation wie ein Lichtstrahl plötzlich trifft, heilige Momente sicher.

Viel wichtiger aber, wenn auch zunächst wesentlich unspektakulärer daherkommend, ist jene einzigartige Selbstzeugungskraft des Geistes, der sich selbst gebärt, ein sich selbst gebärendes Kunstwerk sein will und auch kann. Wo unser Geist zu dieser Erkenntnis erwacht, können und wollen wir nicht mehr anders, als diese Poesie zu entfalten, es ist das kunstvolle Gestalten, was mit positivem Denken nicht richtig eingefangen wird. Es ist schöngeistig, bis zum Schwärmerischen aber ohne dessen Schwäche. Es beinhaltet den Mut und die Stärke, einen Geist der Kraft, der jederzeit auch bereit ist bestehende Grenzen zu überschreiten, zu transzendieren weil er Neues schafft. Poesie ist nicht das alte Lied, die alte Leier, weil wir - und das ist die entscheidende Entscheidung - uns eine neue Sichtweise zu eigen machen, die im Bestehenden immer das Mögliche, das noch Entfaltbare sieht, und damit immer hofft, immer neue Möglichkeiten realisiert, nach neuen noch unerschlossenen Wegen sucht.

Die energisch widerspricht, wenn es da heißt „es ist doch immer wieder dasselbe“, es gibt nichts, aber auch gar nichts was sich wiederholt, es ist einer der gnadenlosesten Gedanken Nietzsches, diese Ewige Wiederkehr des Immergleichen. Aber wir haben Gnade gefunden, unsere Suche hat einen Schatz hervorgebracht von unschätzbarem Wert. Wir haben erkannt dass wir frei sind.

Dass unser Geist frei ist, so haben wir beschlossen die Welt mit anderen Augen zu sehen, uns mit anderen Augen, im Selbstbewußtwerdungsprozess des Seins ist sein Selbstverhältnis/Selbstverständnis der fundamentalste Parameter, die Natur, die die Augen aufschlägt, muss und kann sich in uns gnädig, nein liebevoll begegnen. Denn durch den Menschen ist nicht nur das Nichts in die Welt gekommen, sondern ebenso: der gute Wille, die Sehnsucht nach dem Heil, dem Alles wird gut.

Schmecket und sehet wie freundlich und frei der Geist sein kann, wer Gedankenpoesie betreibt, am Besten noch gemeinsam mit anderen, der erfährt genau dies, wie ihm das Leben zu einem Fest wird, wo man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt.

Oh welch eine Tiefe des Reichtums, und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes die umzuschlagen begonnen hat in Selbsterkenntnis.

Aus diesem tiefen Brunnen schöpfen wir die lichtesten Gedanken, die heitersten Sterne und den blauesten Horizont den wir uns träumen lassen. Denn wir finden in uns und damit im Sein, alles was wir brauchen im Überfluss, wie ein Strand voller Muscheln deren glänzende Perlmuthaut uns vom Glück erzählt oder das ewige Rauschen der auslaufenden Wellen, es sind die Strände des Geistes und der unendliche Atem der kosmischen Phantasie.
11 Apr '04 11:09 | | kommentieren

Aussenseiter! Spitzenreiter!!!


Am 4.April war es soweit! 300000 km! Original Motor!


Der Held, und die Stelle an der es geschah:


VW Bus, Baujahr 79, Westfalia, schon überall gewesen.


(bild)
(nochn bild)

10 Apr '04 16:40 | | kommentieren

Kehrseite

"In gewissem Sinn ist die Evolution des Sinns die Evolution des Unsinns."

Nabokov

10 Apr '04 10:09 | | kommentieren

"Der Sinn des Lebens?"

Schriftsteller antworten: link
09 Apr '04 11:31 | | kommentieren

Exodus aus dem alten Reich

Die Phantasie hat den Menschen aus der Natur herausgehoben, die Natur hat sich herausgehoben, denn sie ist sich dadurch nicht länger nur selbst Gegenstand, sondern das unendliche Reich der Ideen berührt, begeistert die Natur.

Die guten Ideen können vom Himmel herab auf die Erde geholt werden, so steigt auch Gott herab, wird Fleisch, wird Mensch, in der Person Jesu. Der Heiland weist den Weg, wir haben das befristete Mandat gute Ideen zu verkörpern und damit das Neue, die frohen Botschaften, mit Leben zu füllen.

Reicht unsere Phantasie dazu aus, zu erkennen was alles möglich ist, dort am Horizont, wo Himmel und Erde aufeinander treffen?

Wir werden zu Schöpfern dieser neuen Welt, weil wir unsere Wahl zu treffen haben, welche Ideen welche Gedanken wir verfolgen, uns zueigen machen werden, oh könnten wir doch realisieren welche unendlichen Weiten uns offen stehen, das wir jede Begrenzung überwinden, und wahr werden kann was wir wünschen.

In heiligen Momenten überblickt unser Geist dieses wunderbare Reich, diese Göttliche Ebene.

Und wir reiten auf weisen starken Rössern als Kundschafter voran, um noch bessere Nachricht, noch größere Visionen von jenen Ländereien mitzubringen.

Der Geist, der sich zuerst verkörpert hat im Reichtum der Natur, dann menschliches Antlitz, bekam mit dem Blick für die Unvollkommenheit, mit der Fähigkeit zum Mitleid und zur Liebe, zerreißt den Vorhang, der das Allerheiligste verbarg, und erkennt sich selbst, als den Schöpfer Himmels und der Erde in uns, der nun aus unendlichem Reichtum nur noch zu schöpfen braucht jenes Licht aus den ewigen Brunnen.

Noch fehlen die Worte, noch rollt unser Rad auf ausgelaufner Bahn, noch gähnt auch der Abgrund, aber allen die bereit sind diesen Exodus aus dem alten Reich mit zu vollziehen, rufen wir zu

„Es ist höchste Zeit, lasst uns aufbrechen. Auf die Schiffe !"
09 Apr '04 10:47 | | kommentieren

Klinger und der Paragraph 8

Max Klinger
MASH 4077, eine Kultserie aus den 70er Jahren, das ist eigentlich die traurige Story vom Krieg und seiner Sinnlosigkeit, von den Opfern, den Toten, Verwundeten, Verwaisten, aber in diesem speziellen Fall ist es die Geschichte von einigen jungen Ärzten und Krankenschwestern die sich plötzlich in einem Krieg vorfinden, ziemlich weit vorne, die die Verwundeten zusammenflicken um Sie dannach wieder an die Front zu schicken.

Eigentlich nicht gerade der Stoff aus dem man erfolgreich eine Kultserie schneidert, aber es ist doch gelungen, weil diese Truppe ihre eigene Art hat mit dem Wahnsinn und der Absurdität des Krieges umzugehen. Aber das soll hier nicht breitgetreten werden - einfach mal anschaun.

Dieses Mobile Militärlazarett 4077 irgendwo anfang der 50er Jahre im Korea Krieg, und Corporal Max Klinger, der vergeblich versucht hat bereits bei der Musterung für untauglich erklärt zu werden, mitten drin und dabei völlig deplaziert wie er meint.

Deshalb versucht Klinger alles um über den sog. "Mackenparagraphen" der Armee zu entkommen. Der Schwerpunkt seiner Bemühungen liegt dabei im Tragen von Kleidern, aber sein Einfallsreichtum kennt keine Grenzen so verspeisst er einmal einen Jeep, Schraube für Schraube oder verkleidet sich als Freiheitsstatue -alles um endlich als nicht ganz dicht eingestuft zu werden und so über den Paragraph 8 entlassen zu werden.

Max Klinger als ZigeunerKlinger beim SonnenbadenKlinger beim Pfahlsitzen


Begeistert von Mash und Klinger kam es zu dem Namen Paragraph 8, es liesen sich jede Menge Assoziationen und Verbindungen aufzeigen um diese Namensgebung transparenter zu machen, aber muss das sein ?
04 Apr '04 11:19 | | 62 Kommentare

Hegels Perlen I

"Das Wahre ist das Ganze. Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung sich vollendende Wesen. Es ist von dem Absoluten zu sagen, daß es wesentlich Resultat, daß es erst am Ende das ist, was es in Wahrheit ist; und hierin eben besteht seine Natur, Wirkliches, Subjekt, oder Sich-selbst-werden, zu sein."
03 Apr '04 10:28 | | kommentieren

Vertreibung aus dem Paradies

Ich seh das so: Das Paradies war der Zustande der Natur wo noch keiner vom Baum der Erkenntnis genascht hat. Es gab also noch kein Selbstbewußtsein und kein bewußtes Nachdenken. Deshalb gab es, weil Tiere nicht frei sind, auch keine Verantwortung, denn es gab ja keine Wahl.

Der "Sündenfall" beschreibt nun diesen Übergang, wo die Natur das denken gelernt hat. Dadurch hat der Mensch aber auch Selbstbewußtsein entwickelt, was aber zur Folge hatte, dass er sich der Welt der Natur gegenüber gestellt hat und sich nicht mehr als Teil von, gesehen hat. So hat er sich selbst aus seinem Zusammenhang gerissen.

Wobei ich betonen möchte dass dies alles ein natürlicher Entwicklungsprozess war und ist und ich nix von dieser kirchlichen Sicht der Schuld usw. halte.

Die Verheißung der Schlange, dass wer vom Baum der Erkenntnis isst "sein wird wie Gott" erfüllt sich ja in dem Sinn, dass der Mensch in den Prozess der Evolution denkend und handelnd eingreift und ihn dadurch verändert. D.h. der Mensch wird partiell selbst zum Schöpfer. Vielleicht gelangen wir eines Tages in den Stand, dem Evolutionsprozess sogar eine Richtung hin auf wünschenswertes zu geben.
02 Apr '04 21:50 | | kommentieren
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