Genau hinsehn

Es ist immer wieder gut, wenn wir uns die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen. Wie ist das was ist geworden. Wieviele Jahrmillionen mussten vergehen damit jemand wie ich hier sitzen kann
und diese Zeilen schreiben kann. Wie unglaublich ist eine Natur die Selbstbewußtsein besitzt, leblose Materie, Energie verwandeln sich in Intelligentes Dasein, in Dasein das Fragen stellt und Antworten findet. Ideen reflektieren sich im Sein, hinterlassen Spuren, materialisieren sich. Ein sich selbst erforschendes Sein, ein sich selbst entwerfendes, interpretierendes.... wir verpassen etwas, wenn wir nicht genau hinschauen. Es ist der absolute Wahnsinn diese unsere Existenz, voll abgefahren, ein Reichtum um uns herum und in uns, mit dem genau hinschaun, beschenken wir uns selbst weil wir Teil von etwas ganz großem sind und erkennen können, daß es in uns zu sich kommen kann und wir dabei eins werden mit dem Ganzen. Wir stehn plötzlich der Welt nicht mehr gegenüber - sondern wir sind sie.
Die Sache die uns überlebt, ist genau die Sache die wir werden können wenn wir genau hinsehn, das zu sich kommende Sein, die Welt die die Augen öffnet, die Geistesgegenwart in der Wahrnehmung die unserer Existenz enthüllt, daß unser Bewußtsein gleichzeitig das Bewußtsein des Prozesses ist, insofern wir diese Erkenntnis der Einheit erlangen. Aus den Gräbern wird niemand auferstehen, das ist auch nicht notwendig, wir können schon zu lebzeiten unsterblich werden - wenn wir genau hinsehn.
Der Prozess selbst geht über Leichen, jedenfalls in diesem Stadium und die Versprechungen der Kirchen sind so leer wie der Köpfe der Demenzerkrankten und Glioblastom Opfer. Ute hat am Schluss immer nur "woisch do sprechemer no" gesagt, immer und immer wieder - da wird wohl nichts mehr draus.
Nur wenn wir ganz genau hinschauen, finden wir die Tür an die wir klopfen müssen und selbst dann wird sie sich nicht zwingend öffnen - die Logik des Prozesses ist eine andere.
Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch frei machen. Soweit sind wir noch nicht, wir haben noch zu knappern, an dem was uns da so aufgetischt wird. Trotzdem sollten wir nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern eben genau hinschauen, manchmal öffnet sich die Tür einen Spalt weit, manchmal dürfen wir einen Blick riskieren, aber Garantien - die gibt es nicht.
Rudern wir also wieder zurück ? Nein, aber wir arbeiten dran noch klarer......
10 Mrz '19 13:53 | |

Überblick

Der in uns zu sich kommende Geist, es ist ein erwachen, realisieren etwas ungeheures was da geschieht.
Die selbstwahrnehmung des Sein, das Bewußtsein des Prozesses zu sein.
Der nächste Schritt- es manifestiert sich dieses Bewußstsein. Alles ist in ein anderes,neues Licht getaucht.
Es überblickt sich, in seiner Potenz, der hl. Geist, eine der Existenzweisen Gottes
es manifestiert sich im Bewußtsein seines Reichtums und seiner Geborgenheit in sich, seines Eins sein
mit sich u. den anderen Bewußtseinen seiner selbst, wir Jünger dieses erst jetzt
erkennbaren Gottes, der lebendige, tätige, sich herauskristalisierende Geist, manifestiert
leuchtet, wärmt.
23 Nov '14 10:05 | |

Schöpfung

dieses sich selbst gegenübertreten des Geistes, begreifen was es heißt sich selbst neu zu erschaffen in einem neuen Licht, in ein neues Licht hinein sich zu denken.
Dahin hat die Maulwurfsarbeit des Geistes sich hin gearbeitet. Wir können den Stab jetzt aufnehmen uns neu erfinden, erschaffen. Den Rahmen sprengen, das bedeutet
aber auch nicht mehr von dieser Welt zu sein, etwas anderes hat die Oberhand gewonnen. Eben gerade doch den Kopf in die himmlischen Dinge stecken der Erde
und damit dem angekettet sein untreu werden. Immer wieder die ausgetretenen Pfade verlassen, es gibt andere Optionen neue Wege auf denen wir zu den Lichtungen
gelangen wo dieser Geist sich weitet zu dem Bewußtsein auch diese Entwicklung zu sein und alle Realität, das Sein das in uns zu sich kommt. Der neue Himmel u. die neue
Erde vielleicht die Frucht der Selbsterhellung eine neue eine bewußte Schöpfung, die offenbare Religion das Ankommen -die Odysee hat ein Ende.
Wiedergeboren aus Wasser u. Geist. Das Wasser räumt auf befreit reinigt von dem Balast und der Geist erschließt sich eine neue Ebene und dennoch bleibt der Spagat, die Reibungs
verluste, die Herausforderung der Selbstverleugnung um eins sein zu können. Das bedeutet immer inmitten einer Dynamik sich in den Wind stellen, immer wieder fallen u.
immer wieder aufstehen. Ich habe die Welt überwunden und warum hast Du mich verlassen - da spürt man förmlich das Ringen der Mächte der Finsternis und des Lichts.
und die Finsternis hats nicht ergriffen. Das übergeordnete wenn man so will das Bewußtsein, Bewußtsein der einen Realtät zu sein ist das Bewußtsein Gottes. Das wissen
des Menschen von Gott ist nur der Geist Gottes selbst. Oder wie es Feuerbach ausdrückt "wir sind genötigt, das Gedachtwerden Gottes zum Sich-selbst-Dneken Gottes zu
machen.''
01 Nov '13 10:00 | |

Freigeist

Noch sind wir weit davon entfernt zu begreifen wie wir unseren Geist oder wie unser Geist sich selbst
so ausleuchten, so transparent machen kann dass er die Kraft und die Einsicht gewinnt sich selbst so
zu dirigieren, dass ein Leuchten von Ihm ausgeht und er sich selbst einleuchtend ist, Begeisterung
aufkommen kann. Dies ist die wahre Religion wo das zu sich kommen einen frei macht vom konventionellen
Denken und ein bewußtes Denken und damit auch ein "Bewußt-Sein" möglich wird. Meine pos. Gedanken sind
der Schlüssel zu meinem Selbstbewußtsein, da ist, das geht in die Richtung hl. Geist und dieser als eine der
Existenzweisen Gottes - da haben wir die Kindschaft und gleichzeitig das eins sein.
20 Jan '13 11:32 | |

Gevatter Tod

Jetzt klopft er schon ein zweites Mal dies Jahr und es ist schwer in uns geworden.
Die Natur unsere Wurzel hat diesen Paten uns an die Seite gestellt. Memento Mori
doch zu welchen Schlüssen soll uns dieses Nachdenken oder vorwegdenken des eigenen Todes
führen. Was kann man sagen wenn man nicht bereit ist ein Wissen zu heucheln. Hier wurde und
wird ja die Überwindung des Todes durch den Geist der uns auf eine zweite unsterbliche Wurzel
verweist, gesetzt. Aber die Lösung ist eine die uns sehr viel abverlangt und unseren natürlichen Ambitionen
ziemlich entgegengesetzt ist. Es ist schon immer der Spagat zwischen der Lebensbejahung und der Sterblichkeit auf
der einen Seite und der Transzendenz und dem nicht von dieser Welt sein auf der anderen.
i sag net so und ich sag net so .... also alles hat seine Zeit, sich an dem Gedanken des Todes auch des eigenen abzuarbeiten
und sich am Leben erfreuen. Die Natur zu genießen und dennoch Ihre Schattenseiten kennen.
Das klingt jetzt nicht gerade nach dem großen Wurf, aber kommt dafür unserer Realtät sehr nah. Und um den Tod
herum, so ist wenigstens meine Erfahrung, ist die Stimmung von Ernüchterung geprägt. Vielleicht, wenn
einem das "heilig nüchtern" gelingt, kann auch das einfache, stille Abschied nehmen eine Antwort sein.
11 Nov '12 10:27 | |

Du bist die Zukunft

Du bist die Zukunft, großes Morgenrot
über den Ebenen der Ewigkeit
Du bist der Hahnschrei nach der Nacht der Zeit,
der Tau, die Morgenmette und die Maid,
der fremde Mann, die Mutter und der Tod.

Du bist die sich verwandelnde Gestalt,
Die immer einsam aus dem Schicksal ragt,
die unbejubelt bleibt und unbeklagt
und unbeschrieben wie ein wilder Wald

Du bist der Dinge tiefer Inbegriff,
der seines Wesens letztes Wort verschweigt
und sich den andern immer anders zeigt:
dem Schiff als Küste und dem Land als Schiff.

Rainer Maria Rilke
26 Aug '12 09:56 | |

Der Duft der Dinge

Hegel über Plotin
"daß er diesen Gedanken hatte, daß das Wesen Gottes das Denken selbst und gegenwärtig im Denken ist. wie die Christen ihn auf eine sinnliche Weise einmal zu einer gewissen Zeit und an einem gewissen Orte gegewärtig
sagten- aber auch, daß er in seiner Gemeinde immerfort wohne und ihr Geist ist: So Plotin, daß das absolute Wesen im Denken des Selbstbewußtseins gegenwärtig und darin als Wesen ist oder das Denken selbst das
Göttliche ist......"und dies ist der Verstand" - überhaupt diese Umkehr des Hervorgebrachten zu der ersten Einheit. "Das erste ruhende Sein ist das absolute Wesen, der Verstand das Anschauen dieses Wesens." Oder er entsteht
dadurch, daß das erste Wesen durch Rückkehr auf sich selbst sich selbst sieht, ein sehendes Sehen ist. Das umfließende Licht ist ein Anschauen des Einen; dies Sichinsichzurückbeugen ist dann das Denken, oder der nous
ist diese Kreisbewegung"
Hegel: "Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie" Band II 366ff
01 Jul '12 10:44 | |

Stille Zweifel

"Die Stille ist die Sprache Gottes" wird aber leicht mit (seinem) Schweigen verwechselt bzw. ob es da
wirklich etwas zu hören gibt, das ist die eigentliche Frage. Is there anybody in there ?? Oder muss man/er
(der Geist) es erfinden/erschaffen ?
08 Jan '12 11:08 | |

Schluss der Stanford Rede Steve Jobs

"I wish that for you. Stay Hungry, Stay Foolish."
10 Okt '11 13:39 | |

ein weiter Weg

das zu Bewußtsein kommende Universum hat einen weiten Weg zurückgelegt. Welch ein gigantisches Szenario, welch eine grandiose Entwicklung lief dieser Einsicht des Prozesses in sich voraus. Kann soetwas
einfach geschehen, zufällig aus dem Nichts heraus, oder was sagt diese im Sein steckende Potenz zu dieser Reflexivität über das Sein aus. Hegel nennt den Ausgang oder Anfang das "an sich sein".
Der Geist habe sich aus sich wie ein Maulwurf herausgearbeitet ans Licht.
Im Moment sind wir noch geblendet, ringen um Orientierung wohin könnte der Weg führen, die bewußte Evolution das ist der Beginn der wahren Schöpfungsgeschichte, der Umschlag der Maulwurfartigen Untergrund Arbeit.
In die Arbeit im Tagebau. Aber es ist auch ein Moment großer Gefahr, kann Einsicht den Weg weitergehen über das natürliche hinaus oder geht es nur um die Bewahrung des gegenwärtigen Entwicklungsstandes ?
Der weite Weg allein sollte uns den Wert und die Würde dessen was sich bereits entwickelt hat lehren uns staunen machen uns klug und nüchtern Wege erkunden lassen.
Nicht einfach losstolpern in die ein oder andere Richtung noch ganz verharren in dem was bereits ist sondern es weiter entwickeln mit Bedacht.
Im Kern ist der innere Weg, das durchdringen des Geistes durch sich selbst, die Selbstbewußtseinsentfaltung der Topos, das entdecken der Möglichkeiten, der Potenz des sich gewahr werdenden, des sich entwerfenden.
27 Aug '11 09:42 | |
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